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Zwei Aufgaben, ein Ziel

In der Praxis stellt die mechanische Abfallbehandlung hohe Anforderungen an die Prozess- und Verfahrenstechnik. Bei der Planung des EKOCityCenters mussten die Ingenieure nicht nur eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgabenstellungen lösen, sondern auch alle technischen Einrichtungen perfekt aufeinander abstimmen. Schon in der Planungsphase sollte sichergestellt werden, dass die Qualität der Abfallaufbereitung über einen langen Zeitraum auf konstant hohem Niveau stattfindet. Zuverlässigkeit und ein sicherer Betrieb waren weitere Planungsanforderungen.


Neben der mechanischen Abfallbehandung erfüllt das EKOCityCenter die Funktion eines leistungsstarken und effektiven Logistikzentrums. Stoffströme können gezielt gelenkt und durch das Umladen auf große Transporteinheiten wirtschaftlich weitergeleitet werden. So bildet die Logistik eine sinnvolle und konsequente Ergänzung zur stoffstromspezifischen Abfallaufbereitung.

Stoffströme: Sperrmüll, Gewerbeabfall und Restmüll

Heute fällt ein wesentlicher Teil des Abfalls in unterschiedlichen Stoffströmen an. Gewerbeabfall, Sperrmüll und Restmüll werden im EKOCityCenter auch stoffspezifisch weiterbehandelt bzw. -geleitet. Entsprechend diesen Stoffströmen verfügt das EKOCityCenter über drei Hallenkomplexe, die durch geschlossene Förderanlagen miteinander verbunden sind.

Sperrmüll

Nach der Anlieferung des Sperrmülls erfolgt eine Grobsortierung in die Fraktionen Holz, Metalle und Kunststoffe/Zellstoffe.


Das zu Hackschnitzeln verarbeitete EBS aus der Bio-Masse (Holz) nutzen Biomasseheizkraftwerke zur Energiegewinnung. Aussortierte Metalle werden dem Stoffkreislauf beispielsweise über Stahlwerke wieder zugeführt. Die Fraktion der Kunststoffe/Zellstoffe lenken die Mitarbeiter im ECC der Gewerbeabfallaufbereitung zu.

Gewerbeabfall

Durch zerkleinern, sieben, sichten und abscheiden trennen zahlreiche Aggregate den Gewerbeabfall in verschiedene Fraktionen.


Schwerpunkt der Produktion ist die Herstellung von Ersatz- und Sekundärbrennstoffen.

Ersatzbrennstoffe finden ihren Einsatz in Kraftwerken, die anschließend aus der Verbrennung dieser Stoffe Strom/Dampf erzeugen, Kraft-Wärme-Kopplung. Sekundärbrennstoffe werden in Steinkohlekraftwerken und Zement- Kalköfen zusammen mit Primärbrennstoffen, wie Stein- und Braunkohle, Öl oder Gas, als Energielieferant eingesetzt.

Restmüll

Den dritten Teil des EKOCityCenters bildet die Umladestation für den Bochumer Restmüll. Hier werden, durch ein automatisches Schleusen- system permanent von der Außenwelt abgeriegelt, die USB-Sammelfahrzeuge ent- laden. Zu wirtschaftlichen Mengen zusammengefasst wird der Restmüll mit großen so genannten Walking-Floor-LKW abtransportiert.

Wirkungsvoller Schutz

Keine technische Anlage arbeitet völlig belastungsfrei für die Umwelt und selbstverständlich entsteht beim Umgang mit Abfall Staub oder Geruch. Das EKOCityCenter verfügt über ein Höchstmaß an Schutzmaßnahmen, die alle

möglichen Belastungen für die Anwohner und Mitarbeiter auf ein Minimum reduzieren. Grenzwerte für Emissionen werden eingehalten oder sogar weit unterschritten.

 

Staub und Lärm

Geruch und Keime

Verkehr und Schmutz

Das EKOCityCenter ist vollständig von der Umgebung abgekapselt. Ein ständiger Luftunterdruck in der gesamten Anlage und Schleusensysteme für den An- und Abtransport verhindern, dass Innenluft unkontrolliert nach außen gelangt. Leistungsstarke Entstaubungsanlagen, die Kleinstpartikel zurückhalten, sorgen für einen praktisch emissionsfreien Luftaustausch.

Das Einhausen der gesamten Anlage und das Schleusensystem bilden auch hier wirkungsvolle Schutzmaßnahmen. Spezielle Biofilter halten Bakterien zurück und lassen Gerüche nicht nach draußen gelangen.

Selbstverständlich wird der Abfall in den bekannten Sammelfahrzeugen angeliefert. Der Abtransport erfolgt in Großraumcontainern, wodurch das Verkehrsaufkommen reduziert wird. Die Möglichkeit des Anschlusses an das Bahnsystem wird noch geprüft. Eine eigene Zufahrtsstraße ist gebaut worden.  Die LKW werden an speziellen Ladekanten entladen, sodass eine Verschmutzung der Straße durch die Fahrzeuge nicht möglich ist.

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