Pressemeldung vom 29.07.2009
Balance halten - Wir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft
Balance halten
Wir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft und übernehmen Verantwortung gegenüber der Umwelt, unseren Kunden und der Stadt Bochum. Im Mittelpunkt steht für uns die Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, Zukunftsverantwortung und Menschlichkeit.
Unsere Unternehmensziele verstehen sich als harmonischer Dreiklang von ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung. So haben wir mit dem Jahresabschluss 2008 unser Planergebnis erreicht, nachhaltige Investitionen und Risikovorsorge für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens getätigt und setzen uns im Rahmen der Personalentwicklung und Beschäftigungssicherung intensiv mit dem demografischen Wandel bei unseren Kunden und unseren Beschäftigten auseinander.
Das Erreichen des geplanten Jahresergebnisses trotz reduzierter Umsatzerlöse bei gestiegener Beschäftigtenzahl und höheren Personalaufwendungen durch Tariferhöhungen ist Beweis für die erfolgreiche Unternehmenspolitik. Daneben haben wir durch eine Anpassung des Zinssatzes für die langfristigen Rückstellungen, z.B. im Bereich der Deponienachsorge, die Anforderungen nach dem Bilanzrechts-modernisierungsgesetz ab 2010 bereits heute erfüllt.
Bilanzergebnis (siehe Geschäftsbericht: Seite 22, 56)
Das Geschäftsjahr 2008 des USB Umweltservice Bochum GmbH (USB) schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 1.064 TEUR.
Einen weiterhin erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des USB hat das EKOCityCenter (ECC). Die Hausmüllumladung und die Sperrmüllaufbereitung erreichten nahezu eine Vollauslastung. Die angespannte Lage auf dem Gewerbeabfallmarkt hat sich aufgrund der durch die Finanzkrise ausgelösten Wirtschaftskrise in der zweiten Jahreshälfte verschärft.
Niedrigere Bilanzsumme (siehe Geschäftsbericht: Seite 38, 54, 55)
Die Bilanzsumme reduzierte sich um 4,3% auf 75,8 Mio. EUR (Vorj. 79,2 Mio. EUR). Dies ist insbesondere bedingt durch den Rückgang im Sachanlagevermögen durch Abschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen.
Rückgang der Umsatzerlöse (siehe Geschäftsbericht: Seite 22, 56)
Bei den Umsatzerlösen ist ein Rückgang von 6,8 Mio. EUR (8,1%) zu verzeichnen (84,7 Mio. EUR 2007). Der Rückgang ist in erster Linie durch niedrigere Betriebsführungsentgelte für die Sperrmüll- und Gewerbeabfallaufbereitung des ECC begründet, die der USB der EKOCity GmbH in Rechnung gestellt hat. Der USB leistet damit seinen Beitrag zur Stabilisierung des EKOCity-Mischpreises, der nach wie vor zu den Günstigsten nicht nur in NRW zählt.
Niedrigerer Materialaufwand (siehe Geschäftsbericht: Seite 23, 56)
Insgesamt reduzierte sich der Materialaufwand um 3,0 Mio. EUR. Insbesondere reduzierten sich die bezogenen Leistungen von 37,5 Mio. EUR auf 33,5 Mio. EUR. Hauptgrund für diese Reduzierung sind die geringeren Verwertungsmengen und -kosten im ECC sowie die Zahlungen an die EKOCity GmbH für die USB-Kontingente, die mengen- und preisbedingt rückläufig waren.
Höhere Investitionen (siehe Geschäftsbericht: Seite 24, 26)
Im Geschäftsjahr investierten wir 4,3 Mio. EUR (Vorj. 3,8 Mio. EUR) insbesondere für die erforderliche Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen und Geräten. Wegen der guten Liquiditätssituation benötigte der USB wie in den Vorjahren für diese Investitionen keine Kredite.
Zahl der Mitarbeiter (siehe Geschäftsbericht: Seite 48)
Im Geschäftsjahr 2008 waren insgesamt 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Diese Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 27, insbesondere durch die Maßnahme „Jobperspektive", erhöht.
Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2009
Die Entwicklung im Jahr 2009 ist weiterhin von dem Ergebnis der Gewerbeabfallaufbereitung des ECC geprägt. Die Abfallanlieferungen sowohl im kommunalen als auch im gewerblichen Bereich gehen durch die angespannte wirtschaftliche Lage weiter zurück. Darüber hinaus sind die Annahmepreise für aufzubereitendes Material im ECC stark rückläufig, da zusätzliche Kapazitäten bei der thermischen Verwertung geschaffen worden sind, die einen erheblichen Wettbewerb und Preiskampf um verwertbare Abfälle ausgelöst haben.
Die Auswirkungen der Krise belasten die Umsatzerlöse aus der Altpapier und Altmetallvermarktung. Die Abnahmepreise für die Wertstoffe stagnieren in den ersten Monaten des Jahres 2009 weiterhin auf niedrigem Niveau. Dieses Preisniveau wird sich voraussichtlich für das Gesamtjahr 2009 nicht positiv verändern. Auf diese Entwicklung haben wir uns mit einer Rückstellung im Jahresabschluss vorbereitet.
Die Anlieferungen von Inertmaterialien zur ZDK sind planmäßig verlaufen und das Ende der Ablagerung wurde am 15. Juli 2009 erreicht.
Schon seit langem beschäftigen wir uns mit Projektansätzen für die Folgenutzung der Deponie mit dem Schwerpunkt der Produktion von erneuerbarer Energie. Zurzeit befinden wir uns in der Ausschreibungsphase für eine Photovoltaikanlage von 10.000 m2 auf dem Südhang der ZDK, weitere 20.000 m2 könnten später folgen. Für eine Biogasanlage im Eingangsbereich des Wertstoffhofes an der ZDK zur Vergärung des Grünschnitts, des Laubs und Teilen des Straßenkehrichts aus Bochum werden zurzeit die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet.
Auch bei der Realisierung dieser Projekte gilt natürlich das vorher beschriebene Unternehmensprinzip mit dem harmonischen Dreiklang von ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung.