Vier USB-Abfallkontrolleure nehmen die Arbeit auf

Jetzt wird es ernst. Vier Abfallkontrolleure der USB Bochum GmbH nehmen die Arbeit auf und werden durch Aufklärung, Ansprache, Observation und „Detektivarbeit“ versuchen, Verursacher von illegalen Abfallablagerungen zu finden. Dazu werden sie besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden auf der Lauer liegen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und USB-Geschäftsführer Christian Kley haben das Kontrolleur-Team einen Abend begleitet.

Acht Jahre lang hat USB-Mitarbeiter Frank Erler illegale und wild entsorgte Abfälle in Bochum entfernt. Als Teamleiter der USB Abfallkontrolleure möchte er solche Umweltfrevel schon im Ansatz verhindern oder deren Verursacher überführen. Frank Erler kennt die Stellen, an denen in Bochum immer wieder illegal entsorgte Abfälle auftauchen. Tagtäglich musste er dort die Arbeitshandschuhe überziehen und die wilden entsorgten Abfälle auf seinen Wagen wuchten. Nachdem der Umweltaußendienst des städtischen Umwelt- und Grünflächenamtes die Abfälle gesichtet hatte, wurde der USB mit der Entfernung beauftragt. Eine erhebliche Belastung für die Umwelt und den Gebührenzahler. Mittlerweile siebenstellig schlagen die Entsorgungskosten dabei zu Buche. Außerdem beschweren sich Spaziergänger und Anwohner über ein verdrecktes Umfeld.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch liegt das Stadtbild von Bochum sehr am Herzen: „Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch allen Gästen eine sichere, saubere und entspannte Stadt bieten – wilde Kippstellen gehören dazu nicht ins Bild“. Im Rahmen der Bochum-Strategie hat sich Thomas Eiskirch dafür mit der USB Bochum GmbH für die Kernaktivität StadtRaumPflege stark gemacht, die nun in 2019 mit ersten Aktionen in Erscheinung tritt. Die USB-Abfallkontrolleure sind ein Baustein zu mehr Sauberkeit im Stadtbild.

Die Botschaft für USB-Geschäftsführer Christian Kley ist klar: „Wir wollen die Verursacher vor Ort bei der Tat erwischen, um Nachahmer abzuschrecken oder Verursacher zur Verantwortung zu ziehen.“ Die Ermittlung von Verursachern wilder Kippen hat sich in Vergangenheit als mühsam erwiesen. Es gab so gut wie nie Augenzeugen. Die USB-Abfallkontrolleure können nun die Arbeit des Umwelt-und Grünflächenamtes tatkräftig unterstützen. Mit verdeckter Observation kann das Quartett die Verursacher direkt überführen. Hierfür legen sie sich an beliebten Abladestellen auf die Lauer. Wenn jemand beim wilden Abkippen von Abfällen beobachtet wird, werden Beweise an die Stadt Bochum weitergeleitet.

An bereits existierenden Kippstellen können Frank Erler und sein Team Ermittlungen aufnehmen. Das bedeutet, den illegalen Abfall nach Beweisen zu durchsuchen. Alles, was als Rückschluss auf den Verursacher wichtig sein kann, wird gesichert: Adressaufkleber, Briefe, Rechnungen und vieles mehr. Im Schnitt melden die Abfallkontrolleure 30 Fälle pro Woche. Die Stadt Bochum kümmert sich dann um die weitere Verfolgung des Umweltvergehens und bringt rechtliche Schritte auf den Weg. Die potentiellen Verursacher bekommen nun in nächster Zeit Post mit der Bitte um Stellungnahme. Die Abfallkontrolleure sind sich sicher: wer einmal Post bekommt, wird so schnell nicht wieder Täter und die Botschaft wird schnell die Runde machen, dass die Kontrolleure unterwegs sind.

Die Vernetzung zwischen Umwelt- und Grünflächenamt erfolgt inzwischen papierlos über digitale Wege. Mit einem Tablet können die Kontrolleure alle wichtigen Daten zu den illegalen Abfällen inklusive Fotos aufnehmen und es direkt an das Umweltamt weiterleiten. Dort kann ohne Umweg ein Auftrag zur Beseitigung direkt an die ebenfalls vernetzten Abfallsammelfahrzeuge erteilt werden.

Die USB-Abfallkontrolleure sind aber nicht nur „Detektive“, sondern auch das freundliche Gesicht des USB. Nicht jeder, der etwas falsch entsorgt, macht dies mit Absicht. Deshalb hat das Team immer die neuesten Tipps parat und kann die Bürgerinnen und Bürger beraten oder mit der ein oder anderen Broschüre aushelfen.

Bilder: Stadt Bochum / Lutz Leitmann

 

 

 

 

3 Kommentare
  1. Cordula Steup sagte:

    Tolle Idee. Die sollten mal einen Blick auf den Kabeisemannsweg und die Kreuzung Carolinenglückstr/Glückaufstr. ansehen. Sind immer die selben Leute, die dort Müll abkippen.

  2. Sarina Bühmann sagte:

    Hallo Frau Steup,

    vielen Dank für den Hinweis. Wir leiten ihn gerne an das Team weiter.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihr USB-Team

  3. Moritz Fendler sagte:

    An der Pestalozzistraße, direkt gegenüber vom Kulturhaus Thealozzi ist auch ein beliebter Abladeplatz (Fernseher, Waschbecken, etc).

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