Azubis des USB haben auch 2016 eine Patenschaft für einen Stolperstein übernommen. Goldener, kleiner Stein mit Namenszug.

Ein Stein, ein Mensch, ein Leben

USB-Azubis übernehmen Patenschaft für Stolperstein

Bochum, 10. Februar 2017. Eine kleine goldene Platte im Gehweg. Viele laufen vorbei, vielleicht bleiben ein paar Vorbeieilende stehen, stutzen und lesen einen Namen. Es ist ein Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig, der mit seinem Projekt „Stolpersteine“ an 14 Millionen Todesopfer des NS-Terrorregimes erinnern möchte. Jedem Opfer soll ein Stein gewidmet sein. Die USB Bochum GmbH hat, neben anderen Bochumer Institutionen und Vereinen, wieder eine Patenschaft für einen Stolperstein übernommen.

Alle Paten haben in den letzten Monaten viel zu dem Namen auf „ihrem“ Stein und dem Leben und Schicksal dahinter in Erfahrung gebracht. Als Höhepunkt des Projektes „Stolperstein“ wurden diese Rechercheergebnisse am Mittwochabend, 08. Februar, im Stadtarchiv Bochum vorgestellt. Die Azubis des USB präsentierten etwa 50 Gästen, was sie in den letzten Monaten über Wilhelm Rosenbaum und seine Ehefrau Bertha herausgefunden hatten:

Der studierte Rechtsanwalt und Notar lebte mit seiner Frau zunächst in Witten; später zogen sie nach Bochum und bekamen ihre Tochter Lieselotte Rosenbaum. 1942 wurde die Familie in den Osten deportiert, nur Lieselotte Rosenbaum überlebte die Gefangenschaft. Sie wanderte nach Haifa aus.

Neben Familie Rosenbaum wurde u.a. an Familie Wolff, Emma Schünke und Familie Spiegel erinnert. Die Patenschaften für die Stolpersteine diesre und weiterer Opfer der NS-Zeit übernahmen u.a. Schüler der Maria Sibylla-Merian- Gesamtschule, der Erich Kästner-Schule und die Azubis der VBW. Es war ein emotionaler Abend der Erinnerungen im Bochumer Stadtarchiv, der tiefe Einblicke in das Leben und Schicksal von Menschen bot, die nicht vergessen werden sollen.

Azubis des USB haben auch 2016 eine Patenschaft für einen Stolperstein übernommen. Goldener, kleiner Stein mit Namenszug.