Winterlage 10.2. – Nachleerungen der Restmülltonnen ab Donnerstag

+++Restmüll wird ab Donnerstag nachgeholt+++

+++Winterdienst weiter gefordert+++

+++Wertstoffhöfe alle geöffnet+++

+++Leerungen von Bio- und Papiertonnen ausgesetzt+++

Bochum, 10. Februar 2021, 16:30 Uhr. Die tiefen Temperaturen fordern die Müllabfuhr und den Winterdienst weiterhin stark. Mittlerweile konnten die Unternehmensbereiche durch gegenseitige Unterstützung wieder mehr Angebote ermöglichen. Die Wertstoffhöfe konnten beispielsweise dadurch wieder alle öffnen.

Die Müllabfuhr hat am Mittwoch Leerungen für die Restmüll- und Wertstofftonne durchgeführt. Allerdings waren die Bedingungen kaum anders als am Dienstag und nur wenige Behälter konnten geleert werden. Nicht alle Straßen sind für die Müllsammelfahrzeuge befahrbar, Rollwege sind versperrt oder Tonnen vereist. Ohne Mithilfe der Anwohner werden auch die Leerungen der nächsten Tage schwer. Der USB plant ab Donnerstag alle laut Kalender anstehenden Leerungen der Restmülltonne und die seit Montag ausgefallenen Restmüll-Leerungen durchzuführen. Voraussetzung bleibt dafür die Zugänglichkeit der Abfallbehälter und die Befahrbarkeit der Straße. Dabei wird um Mithilfe der Anwohner gebeten, die Rollwege freizuhalten, damit die Müllwerker eine Chance haben, die Behälter bis zum Fahrzeug zu bewegen. Wenn möglich ist eine Bereitstellung an der Straße hilfreich.

Die Leerungen von Papier- und Biotonnen werden vorerst ausgesetzt und später nachgeholt. Die Leerungen der Wertstofftonne finden nach Möglichkeit statt.

Warum können noch nicht alle Tonnen geleert werden?

Tonnen vereist und Rollwege versperrt: Durch die lange anhaltenden Schneefälle am Wochenende und die seitdem tiefen Temperaturen sind viele Behälter und Müllschränke vereist. Beispielsweise sind Behälterdeckel festgefroren, Räder vereist oder komplette Tonnen am Boden festgefroren. Dies wird sich durch die tiefen Temperaturen ohne Mithilfe der Anwohner in den kommenden Tagen kaum ändern.

Eine große Hürde stellen die Rollwege bis zum Fahrzeug dar. Auch wenn sich Straßen als befahrbar für unsere Fahrzeuge erweisen, sind Rollwege durch Eis und Schnee versperrt, so dass der USB die Abfalltonnen nicht bis zum Sammelfahrzeug ziehen kann. Das erfordert das Heben der Abfalltonnen über die Hindernisse. Es ist bei vielen Behältern nicht oder nur sehr schwer möglich. Ein großer Abfallbehälter 1.100 Liter kann beispielsweise bis zu 600 Kilogramm wiegen.

Der USB bittet daher, die Behälter und Rollwege frei zu halten und nach Möglichkeit die Tonnen an der Straße bereitzustellen.

Zustand der Fahrbahnen: Einige Fahrbahnen sind vor allem in weniger verkehrswichtigen Straßen für die schweren und breiten Abfallsammelfahrzeuge nicht oder nur mit Risiko befahrbar (siehe unten, Winterdienst nach Prioritäten).

Keine Leerung der Papier- und Altglascontainer 

Die Leerung der Papier- und Altglascontainer im Stadtgebiet ist derzeit nicht möglich. Die Behälter sind vielerorts am Boden festgefroren und lassen sich mit dem Kran nicht lösen. Das hat mittlerweile zu wilden Beistellungen geführt, die den Zugang erschweren. Mitarbeiter aus anderen Unternehmensteilen unterstützen dort, um Beistellungen zu entfernen, damit die Leerungen wieder möglich werden, sobald es die Temperaturen zulassen.

Vereinbarte Sperrmülltermine nach Möglichkeit

Vereinbarte Sperrmülltermine werden nach Möglichkeit durchgeführt. An manchen Stellen wird die Abholung aber noch nicht möglich sein. Der USB bietet dazu neue Termine an. Absprachen dazu können an der Sperrmüll-Hotline 0800 1995900 getroffen werden.

Die Wertstoffhöfe haben alle geöffnet

Am Mittwoch konnten wieder alle USB-Wertstoffhöfe öffnen. Die Höfe müssten mühsam per Hand von dicken Eisschichten befreit werden, um einen gefahrlosen Zugang zu ermöglichen.

Aktuelle Lage beim USB-Winterdienst

 Der Winterdienst ist auch am Mittwoch nach wie vor mit der Räumung der Streustufen 1 und 2 beschäftigt. Bislang konnten die Straßen der Streustufen 3 und 4 nicht bedient werden. Informationen zu der Einstufung der einzelnen Straßen lassen sich in der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung der Stadt Bochum, der USB-Internetseite im Leerungskalender (https://www.usb-bochum.de/info-service/#kalender ) sowie hier (https://www.usb-bochum.de/info-service/stadtreinigung/#winterdienst ) finden.

Winterdienst erfolgt nach Prioritäten

Der USB-Winterdienst ist beauftragt für die Verkehrssicherheit auf den Straßen Bochum nach Prioritäten zu sorgen. Das staffelt sich nach der Wichtigkeit der Straße für den innerörtlichen Verkehr. Es beginnt mit Streustufe 1 und endet in Streustufe 4. Für Anlieger einer Straße in Streustufe 4 oder Streustufe 3 konnten wir leider noch keinen Winterdienst leisten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des USB-Winterdienstes sind seit Samstag, 6. Februar, im ununterbrochenem Einsatz, um einen befahrbaren Zustand auf den Hauptverkehrs- und Verbindungsstraßen herzustellen. Vor allem der lange anhaltende Eisregen am Wochenende hatte eine sehr schwer zu bekämpfende Eisschicht auf den Straßen gebildet, die durch Schneefall immer wieder bedeckt wurde. Diese Eisschicht ist bis heute vorhanden und macht ständig neue Umläufe in den Prioritäten 1 und 2 nötig. Erst nachdem dort die Straßen wieder sicher befahrbar sind, wird der USB auch die nachrangigen Stufen bedienen können. Wann dies geschehen kann, melden wir, sobald es möglich ist.

Wird das Streusalz knapp? 

Die Schwierigkeit der Bekämpfung der Glätte liegt nicht am Salzvorrat. Die Tauwirkung des Salzes ist bei den tiefen Temperaturen eingeschränkt. Nach dem letzten größeren Wintereinbruch 2010/2011 hat der USB ein Notfallsalzlager eingerichtet, in dem 1500 Tonnen Streusalz abgerufen werden können. Im regulären Lager waren zu Beginn des Wettereignisses etwa 1100 Tonnen vorrätig. Neue Lieferungen sind außerdem in den vergangenen Tagen eingetroffen. Der Verbrauch am vergangenen Wochenende lag bei etwa 500 Tonnen. Zum Vergleich: Im gesamten Winter 2019/2020 wurden nur insgesamt 150 Tonnen Salz verbraucht.

Warum Streufahrzeuge nur selten gesehen werden?

Die Streulänge allein der Streustufe 1 beträgt in Bochum insgesamt 520 Kilometer. Die Gesamtlänge ist in 16 Reviere aufgeteilt. In jedem bewegt sich ein Streufahrzeug und betreut die zugewiesenen Kilometer. Ein kompletter Umlauf kann zwei bis drei Stunden dauern. In dieser Zeit wird das Fahrzeug an einer bestimmten Stelle nur einmal zu sehen sein. An einem extremen Tag wie am vergangenen Sonntag ist dies bis zu vier Mal geschehen.

Warum fahren Streufahrzeuge mit hochgehobenem Räumschild?

Die Räumschilde befinden sich im Streueinsatz in der Regel unten, um Material von der Fahrbahn zu schieben. Sollten Räumfahrzeuge mit hochgestelltem Räumschild beobachtet werden, kann dies folgende Gründe haben:

Das Fahrzeug ist auf dem Weg in sein Streurevier.

Der Fahrer des Fahrzeuges unterbricht seinen Räumplan, um Salz und Sole nachzufüllen. Dazu muss er das Streurevier verlassen, um am Salzlager neu zu beladen. Auf dem Weg hin und zurück hat der Wagen den Räumschild in der Regel nicht auf der Fahrbahn und streut auch nicht.

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